2. Sitzung – Arbeitskreis “Steigerung der Fabrikleistung”

Date:
05. February 2019

Location:
WIAG Antriebstechnik GmbH, Lippstadt

Operator:
CIM Aachen GmbH

ZUSAMMENFASSUNG

Die 2. Sitzung zum Arbeitskreis „Steigerung der Fabrikleistung“ fand am 05.02.2019 bei der WIAG Antriebstechnik GmbH in Lippstadt statt. In der 2. Sitzung der Arbeitskreisreihe wurde das Konzept Shopfloor Management als Instrument zur Steigerung der Fabrikleistung in den Fokus gerückt.

Michael Hüsten, Geschäftsführer der WIAG Antriebstechnik GmbH, stellte zunächst das gastgebende Unternehmen vor. Im Anschluss erläuterte Hubertus Kröger, Prozesscontroller bei der WIAG Antriebstechnik GmbH detailliert, die Vorgehensweise bei der Einführung von Shopfloor Management. Der Fokus lag dabei auf der Definition von aussagekräftigen und vom Mitarbeiter beeinflussbaren Kennzahlen, der Erkennung von Abweichungen  und der Gestaltung der Regelkommunikation. WIAG hat Shopfloor Management auf zwei Ebenen eingeführt, zwischen Werker und Meister sowie zwischen Abteilungsleitern und Geschäftsführung. Herr Kröger ging auf die notwendigen Voraussetzungen insbesondere in Bezug auf Datenqualität ein und stellte den Prozess zur Feststellung von Abweichungen und dem anschließenden Umgang mit den Selbigen vor. Abschließend wurden die konkreten Erfahrungen bei der Einführung von Shopfloor Management geteilt. Bei der Werksführung konnte die Shopfloor Tafel im Pilotbereich begutachtet werden.

Mit einem Impulsvortrag stellte Mario Lodomez, Berater bei CIM Aachen, die theoretischen Grundlagen und die einzelnen Elemente von Shopfloor Management vor. Für jedes Element (Führung vor Ort, Erkennen von Abweichungen, Problemlösung und Optimierung des Ressourcenverbrauchs) wurden Beispiele zur Anwendung vorgestellt. Mit gezielten Fragen während des Vortrags wurden die Teilnehmer zum Austausch von Erfahrungen angeregt.

In der abschließenden Gruppenarbeit sowie der darauffolgenden Schlussdiskussion wurden die zu erwartenden Auswirkungen der Digitalisierung auf Shopfloor Management behandelt. Hier wurden neben Ansatzpunkten zur Unterstützung durch IT-Tools und modernen Möglichkeiten der Datenerfassung, auch die Vor- und Nachteile bezüglich Sichtbarkeit und Nachvollziehbarkeit kontrovers diskutiert.

Herr M. Hüsten schloss die Veranstaltung mit folgender Handlungsempfehlung ab: „Hauptsache man fängt mit Shopfloor Management an, denn in diesem Prozess werden die Kernprobleme automatisch hochgespült. Unabhängig davon ob jeder Schritt schon ideal war oder nicht.“

Die dazugehörigen Vorträge finden Sie hier.

 

Tagungsleitung

Mario Lodomez, Projektingenieur, CIM Aachen GmbH