5. Sitzung des Arbeitskreises „Digitalisierung im Mittelstand“

Termin:
14. Juni 2018

Ort:
Schrauben Betzer GmbH & Co. KG, Lüdenscheid

Veranstalter:
CIM Aachen GmbH

Zusammenfassung

Die 5. Sitzung des Arbeitskreises „Digitalisierung im Mittelstand“ fand am 14. Juni 2018 bei der Schrauben Betzer GmbH & Co. KG, Lüdenscheid statt. Ziel des Arbeitskreises insgesamt ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern über eine agile Vorgehensweise (Scrum) eine individuelle Digitalisierungsstrategie zu erarbeiten. Dazu wurden in fünf Arbeitskreissitzungen die prinzipiell in der Fertigung einsetzbaren Technologien und Komponenten der Industrie 4.0 vorgestellt und diskutiert. Auf dieser Basis haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr eigenes Zielbild einer digitalisierten Fertigung zu schärfen. Denn der Arbeitskreis fokussiert auf die Steigerung der Fabrikleistung, grundsätzlich neue Geschäftsmodelle sind bisher nicht thematisiert worden.

Deswegen hatte die fünfte Arbeitskreissitzung vor allem die Aspekte „Digitale Strategie“ und „Digitale Geschäftsmodelle“ zum Thema. Während der Arbeitskreis bisher die Möglichkeiten zur Steigerung der Fabrikleistung fokussierte, rundeten diese ebenso interessanten Felder den Themenkomplex der Digitalisierung gelungen ab. Die Schrauben Betzer GmbH & Co. KG stellte ihre systematische Analyse der Risiken und Chancen von Industrie 4.0 vor und zeigte damit auf, wie kleine und mittelständische Unternehmen ihre individuelle Digitale Strategie finden können.

Neben dem Betriebsrundgang bei Betzer wurden auch in dieser Sitzung wieder praktische Beispiele vorgestellt und diskutiert. So wurde gezeigt, wie mittels Raspberry Pi die online Temperaturüberwachung des Serverraums sichergestellt werden kann und damit die hohen Kosten einer zweiten Klimaanlage vermieden werden können. Aussderdem wurde der Einatz eines Wiki-Portals zum Wissens-Management auf der Werkstattebene intensiv diskutiert. Konkreter Anwendungsfall bei Betzer sind Rüstvorgänge, die derzeit nur von wenigen Mitarbeitern durchgeführt werden können. Die Idee ist, mit Hilfe des Wikis das notwendige Wissen auch auf andere Mitarbeiter zu übertragen.

Zum Abschluss der erfolgreichen Veranstaltungsreihe resümierte der Sitzungsleiter Dr. Marczinski, CIM Aachen GmbH noch einmal die vorangegangenen Sitzungen und hinzugewonnenen Erkenntnisse. In der ersten Sitzung nach dem Kick-off wurde die Datenerfassung mittels Sensortechnologie vorgestellt und diskutiert. Die zweite Sitzung behandelte dann deren Transformation in die Cloud mittels IoT-Plattformen, während in der dritten Sitzung die Visualisierung der Daten und die Anwendung von Smart Devices im Vordergrund stand. Die letzte Sitzung stellte heraus, wie man sich systematisch dem Thema nähern kann und mit welchen Werkzeugen eine individuelle Roadmap erarbeitet werden kann. Damit haben die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die Technologie und mögliche Anwendungsfälle erhalten. Durch die Vorstellung von zahlreichen Anwendungsbeispielen konnten die Inhalte praxisnah vermittelt werden. Das Ziel des Arbeitskreises, die Zugänglichkeit der Technolgie zu erleichtern und gleichzeitig das digitale Vorstellungsvermögen zu erweitern, wurde somit erreicht. Die in „Spints“ durchgeführten praktischen Erprobungen in der Transfer Factory der FH Südwestfalen sollen auf einer weiteren Sitzung in Meschede im Gesamtzussamenhang präsentiert werden.

 

Downloadbereich“ (für Teilnehmer)

Tagungsleitung

Dr. Götz Marczinski, Geschäftsführer, CIM Aachen GmbH