PPS.SPEZIAL: „MES-Systeme“

mit begleitender Fachausstellung

Termin:
07. Februar 2007

Ort:
Gastronomie "Am Stadtpark" - Bochum

Veranstalter:
CIM Aachen GmbH

Nachbericht zum Seminar PPS.SPEZIAL: „MES-Systeme“

Die Situation für die meisten Unternehmen in bezug auf Softwaretools wie MES ist vergleichbar mit dem Flug durch eine riesige Wolke. Dabei hat man das Gefühl geradeaus zu fliegen – aber was ist in diesem Moment geradeaus? Es besteht eine bestimmte Verunsicherung im Markt, ob Softwarekomponenten wie MES wirklich gebraucht werden, oder ob man nicht mit dem bestehenden ERP-System und einem angedockten PPS auch zurechtkommt.

Beim PPS.Spezial MES im Rahmen der Aachener PPS-Tage, zu dem CIM Aachen jetzt nach Bochum geladen hatte, gaben Experten ausreichend Antwort auf diese und viele weitere Fragen. Von Anwenderseite sprachen die Unternehmensvertreter sich unisono für integrierte Systeme aus, was sich z. B. unter anderem auf die Personal- und Zeitdatenerfassung bezieht. Insellösungen sollten konsequent ausgeschlossen werden, um eine Datenredundanz oder „nebenher gepflegte Exceltabellen“ zu vermeiden. Damit verbindet sich die Forderung nach einer durchgängigen Betriebsdatenerfassung an jedem relevanten Punkt unternehmensweit in Beschaffung, Produktion, Lager, Absatz – und natürlich auch in der Administration.

Aus Sicht der Anwender ist darüber hinaus eine integrierte Reportingfunktion in einem Manufacturing Execution System (MES) von herausragender Bedeutung, um jederzeit über aktuelle, aussagekräftige Zahlen zu verfügen. In der Produktion sollten sich Rückschlüsse sowohl auf die gesamte Maschine als auch auf das kleinste Bauteil ziehen lassen. Dabei seien die Zahlen nur dann verlässlich, wenn das System entsprechend zertifiziert ist.

Der Praxisbezug und die Kompetenz der Referenten wurden von den Teilnehmern sehr positiv bewertet. Dazu Reiner Loevenich, Leiter Betriebsinformatik der Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli GmbH: „„Die PPS-Tage verschaffen einen interessanten Eindruck in moderne Lösungen zur Produktivitätssteigerung in der Fertigung. Das Spezialthema MES wurde hier in Bochum von Experten eingehend beleuchtet, und ich nehme für unser Unternehmen viele nutzbringende Impulse und aufschlussreiche Informationen mit!“

Auf die Frage an die Anbieter, wie sich MES zukünftig entwickeln wird, wurde u. a. prognostiziert, dass der nächste Entwicklungsschritt eine Portierung des Systems auf Webapplikationen sei. So könnten die Unternehmen quasi die Software on demand nutzen und auf mobilen Endgeräten wie PDA’s. Darüber hinaus haben die Systemhäuser den Anspruch, ein MES mit serviceorientierter Architektur ohne großen Schnittstellaufwand zu bieten. Letztlich heißt es für die MES-Anbieter auch, die ERP-Landschaft zu beobachten, da in manchen ERP-Systemen bereits zum jetzigen Zeitpunkt recht brauchbare MES-Funktionalitäten enthalten sind.

Resümierend äußerte sich Stephan Springer, mitverantwortlich für die Anwendungsentwicklung bei der Räuchle GmbH & Co. KG, einem Unternehmen, das Präzisionsdreh- und Kaltfließpressteile fertigt, zum PPS.Spezial: „„Die Branchenvielfalt und der Austausch unter Experten, die vielfach im Praxisalltag auf die gleichen Probleme treffen, machen die PPS-Tage zu einem Highlight im Umfeld der Informationstechnologie und der effizienten Produktionsanbindung. CIMAachen ist es erneut gelungen, Anwender und Anbieter sowie eine heterogene Landschaft verschiedenster Branchen im Rahmen einer interessanten Veranstaltung zusammen zu bringen.“

Tagungsleitung

Laqua, Ingo
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