Chefseminar: Innovation erfolgreich managen!

Erfolg planen - Kreativität messen

Termin:
15. März 2011

Ort:
Vaals (NL)

Veranstalter:
CIM Aachen GmbH

Nachbericht zum 14. ChefSeminar „Innovation erfolgreich managen!“

Auf dem diesjährigen Chefseminar diskutierten die Veranstalter CIMVerein NRW e.V. und CIM Aachen GmbH mit hochkarätigen Referenten aus der Praxis das Thema Innovationsmanagement. Neben den organisatorischen Rahmenbedingungen für Innovation wurden Methoden zur Ideenfindung und -bewertung sowie kulturelle Voraussetzungen für ein innovatives Umfeld vorgestellt.

Dr. Götz Marczinski, Geschäftsführer der CIM Aachen GmbH, stellte in seinem Impulsvortrag die These auf, dass für erfolgreiches Innovationsmanagement harte Arbeit ist und ein Fantasieelement erforderlich sind, Innovation aber grundsätzlich erlernbar ist. Diese These wurde anschließend von allen Referenten unterstrichen, wobei zusätzlich zum Ausdruck kam, dass es im Wesentlichen auch darum geht, ein entsprechendes Umfeld für Innovationskultur im Unternehmen zu schaffen.

Wie ein holistisches Modell des Innovationsmagements aussieht, stellte Dr. Ulrich K. Frenzel, Director INNOVATIONCENTER bei der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik GmbH & Co. KG vor. Aus seiner Sicht sind eine Vision, die richtige Organisation, effiziente Methoden sowie ein gerichteter Innovationsprozess Bestandteile effizienter Innovation. „Unerlässlich ist darüber hinaus ein qualifiziertes Expertennetzwerk aus Forschung und Industrie“, so Frenzel.

Dr. Peter Delwing, Leiter des Bereichs Innovation bei der Villeroy & Boch AG, nahm diesen Faden auf und präsentierte einen interessanten Ansatz für Innovations- und Ideenmanagement im Endconsumer-Bereich. Unter dem Motto „263 Jahre Veränderung überleben“, stellte Delwing vor, wie Innovation als Unternehmensprinzip dazu beiträgt, langfristig am Markt erfolgreich zu sein. Neben diversen Techniken zur Ideenfindung ist es dabei gerade im B2C-Bereich wichtig, auf den Kunden zu hören, um Innovation auch profitabel zu machen.

Mit den Worten „Wirksames Innovationsmanagement ist erlernbar, aber nicht kopierbar“ begann Dr. Andreas Bong von der Hilti AG seinen Vortrag. Hilti hat seinen Innovationsprozess entsprechend dem St. Gallener Managementmodell aufgebaut und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Neben der Identifizierung der Schlüsseltechnologien wird auch hier großer Wert auf die Unternehmenskultur gelegt, die Voraussetzung für ein kreatives Umfeld ist. Der Bereich Corporate Research & Technology hat sich dazu committet, jährlich mindestens zwei größere marktfähige Innovationen zu liefern.

„Make money and have fun“ war dann der vielsagende Titel des Vortrags von Stefan Kerscher, Senior Consultant der W.L. Gore Associates GmbH. Der aus der Bekleidungsindustrie bekannte Hersteller von PTFE-Produkten versteht sich als Innovationsführer in allen Märkten, in denen er vertreten ist. Das Vertrauen in das Individuum, Leadership-Management sowie eine Beteiligung am Unternehmenserfolg sind für Gore die wesentlichen Voraussetzungen für Kreativität und Erfolg.

Abschließend stellte Ingo Laqua, Geschäftsführer der CIM Aachen GmbH vor, wie man mit Lean Innovation die Prozesse in Entwicklung und Konstruktion nachhaltig verschlankt. Eine effiziente Produktstruktur und eine optimale Produktgestaltung legen hier den Grundstein für schlanke Prozesse. Diese werden dann mit Maßnahmen des Lean Managements weiter optimiert, wobei es durchaus erlaubt ist, auch altbekannte Methoden wie das Simultaneous Engineering oder das Launch Management zur Wirkung zu bringen.

Als Fazit resümierte Marczinski, dass Innovation den Unternehmer vom Verwalter einer Behörde unterscheidet. Innovation ist ureigenste Aufgabe des Unternehmers, die nicht delegiert werden kann. Demzufolge gilt es, das kulturelle Umfeld hierfür zu schaffen und der Organisation ausreichend Freiraum zu geben, in Innovation zu investieren.

CIMVerein und CIM Aachen danken den Referenten und Teilnehmern für ihre Beiträge zu einer ausgesprochen gelungenen Veranstaltung.

Tagungsleitung

Marczinski, Götz
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