Kick-Off Sitzung des Arbeitskreises „Digitalisierung im Mittelstand“

Termin:
18. Oktober 2017

Ort:
Transfer Factory der Fachhochschule Südwestfalen – Meschede

Veranstalter:
CIM Aachen GmbH

ZUSAMMENFASSUNG

Die Kick-off-Sitzung des Arbeitskreises „Digitalisierung im Mittelstand“ fand am 18. Oktober 2017 in der Transfer Factory der Fachhochschule Südwestfalen statt. Ziel des Arbeitskreises ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern über eine agile Vorgehensweise eine individuelle Digitalisierungsstrategie zu erproben. Dazu sollen in fünf Arbeitskreissitzungen die prinzipiell in der Fertigung einsetzbaren Technologien und Komponenten der Industrie 4.0 vorgestellt und diskutiert werden. Auf dieser Basis sollen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihr eigenes Zielbild einer digitalisierten Fertigung zu schärfen.

In seinem Impulsvortrag erläuterte Ingo Laqua, Geschäftsführer von CIM Aachen, einige Grundbegriffe der Industrie 4.0 und ordnete diese anhand diverser Beispiele in den Zusammenhang der Produktionssystematik ein. Am Beispiel von mymuesli wurde zudem vorgestellt, wie durch den konsequenten Einsatz einer logischen Produktionssystematik in Kombination mit den Möglichkeiten vernetzter Technologien nicht nur Prozesse effizienter gestaltet werden können sondern auch ganz neue Geschäftsmodelle entstehen.

Prof. Jürgen Bechtloff stellte anschließend die Transfer Factory der Fachhochschule Südwestfalen vor, die eine vollautomatisierte Handy-Produktion abbildet. Ohne jeglichen manuellen Eingriff werden hier unter Verwendung von Industrie 4.0-Technologien und Standards individuelle Handies produziert, die über ein Web-Portal konfiguiert werden und anschließend in Losgröße 1 ihren Weg alleine durch die Fertigung finden.

Im Anschluss an den Praxistteil erläuterte Dr. Marczinski die agile Methode zur Entwicklung der Digitalisierungsstrategie. Die Idee ist, das notwendige Industrie 4.0 Wissen im Wechselspiel des Erkennens technologischer Möglichkeiten und der sofortigen experimentellen Umsetzung erarbeitet. Der Ansatz dabei ist, sich der Problematik „Industrie 4.0“ über User Stories anzunähern. Jedes Unternehmen beschreibt individuell seine Zielvorstellung zur Industrie 4.0 in dem Detaillierungsgrad, den das individuelle Wissen erlaubt. Die Beschreibung des Zielzustands erfolgt analog zum „Product Backlog“ in SCRUM aus der User-Perspektive. Die Konkretisierung erfolgt über Technologie-Sprints. Damit sind klar umgrenzte Pilotvorhaben oder praktische Tests gemeint, in deren Rahmen mit Bausteinen für Industrie 4.0 Erfahrungen gesammelt werden.

Am 14. Dezember 2017 findet die nächste Sitzung des Arbeitskreises „Digitalisierung im Mittelstand“ bei der Elalfex Hiby Tanktechnik GmbH & Co. KG in Plettenberg statt. Hier werden wir vorstellen und diskutieren, wie mit einem einfachen Sensor minimalinvasiv der OEE einer Werkzeugmaschine gemessen werden kann.

Downloadbereich der Vortragsunterlagen (nur für Teilnehmer)

Tagungsleitung

Dr. Götz Marczinski, Geschäftsführer, CIM Aachen GmbH